{"id":43,"date":"2015-10-03T10:05:19","date_gmt":"2015-10-03T10:05:19","guid":{"rendered":"http:\/\/bello-ade.bplaced.net\/?page_id=43"},"modified":"2016-05-16T17:43:09","modified_gmt":"2016-05-16T17:43:09","slug":"hundegesetz","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/bello-ade-in-park-und-see.de\/index.php\/hundegesetz\/","title":{"rendered":"Unsere Forderungen zur Neufassung des Berliner Hundegesetzes"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"text-align: right;\"><a href=\"http:\/\/bello-ade-in-park-und-see.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Forderungen-zur-Neufassung-des-Hundegesetzes.pdf\">PDF-Version<\/a><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Juni 2015 hat der Senat von Berlin den <a href=\"http:\/\/www.parlament-berlin.de\/ados\/17\/IIIPlen\/vorgang\/d17-2338.pdf\">Entwurf eines neuen Hundegesetzes<\/a> vorgelegt. Es ist ausschlie\u00dflich auf die Gefahrenabwehr ausgerichtet, r\u00e4umt ansonsten den Hundehalter\/innen weitgehende Rechte ein und ignoriert die Bed\u00fcrfnisse von Menschen, die nicht st\u00e4ndig und \u00fcberall durch Hunde und deren Halter\/innen in ihrem Bewegungsraum eingeschr\u00e4nkt werden wollen. Sehr viele B\u00fcrger\/innen haben im Sommer 2015 die erstmalig hundefreien Ufer des Schlachtensees und der Krummen Lanke genossen. Nicht zuletzt diese Erfahrung sollte Anlass sein, im Hundegesetz auch die Bed\u00fcrfnisse von Menschen ohne Hund zu ber\u00fccksichtigen. Wir gliedern diese Stellungnahme nach den Arbeitsthemen unserer BI.<\/p>\n<hr \/>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">\u00a0Zusammenfassung:<\/h2>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li style=\"text-align: left;\">Keine Ausnahmen vom Anleingebot, abgesehen von eng umgrenzten Sonderf\u00e4llen.<\/li>\n<li style=\"text-align: left;\">Verpflichtung zum \u201eHundef\u00fchrerschein\u201c f\u00fcr alle, die einen Hund \u201ef\u00fchren\u201c, nicht nur f\u00fcr Eigent\u00fcmer\/innen und auch f\u00fcr diejenigen, die schon l\u00e4nger einen Hund besitzen.<\/li>\n<li style=\"text-align: left;\">Begrenzung der Zahl der mitgef\u00fchrten Hunde auch f\u00fcr Dogwalker\/innen.<\/li>\n<li style=\"text-align: left;\">Registrierung der DNS im Melderegister.<\/li>\n<li style=\"text-align: left;\">Meldepflicht f\u00fcr \u00c4rzte bei Bissvorf\u00e4llen im Sinne des \u00f6ffentlichen Gesundheitsschutzes.<\/li>\n<li style=\"text-align: left;\">Die Bezirke m\u00fcssen die M\u00f6glichkeit erhalten, hundefreie Areale auszuweisen.<\/li>\n<li style=\"text-align: left;\">Bu\u00dfgelder m\u00fcssen tats\u00e4chlich erhoben werden.<\/li>\n<li style=\"text-align: left;\">Konsequente Erhebung der Hundesteuer.<\/li>\n<li style=\"text-align: left;\">Verkleinerung des Hundeauslaufgebiets \u201eGrunewald\u201c im Sinne des Naturerhalts.<\/li>\n<li style=\"text-align: left;\">R\u00fcckgewinnung des Grunewaldsees f\u00fcr die Nutzung durch Spazierg\u00e4nger\/innen und Badende.<\/li>\n<li style=\"text-align: left;\">Begrenzung der Zahl der Hunde in der Stadt: Der \u00f6ffentliche Raum muss vorrangig den Menschen zur Verf\u00fcgung stehen.<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: left;\">Unser Thema (1): Das Mitnahmeverbot von Hunden auf den Uferwegen des Schlachtensees und der Krummen Lanke muss auch nach 2016 bestehen bleiben<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach vielen Jahren des Dauerkonflikts um freilaufende und badende Hunde am Schlachtensee und der Krummen Lanke wurde \u2013 parteienu\u0308bergreifend \u2013 endlich eine tragf\u00e4hige L\u00f6sung verabschiedet: Hunde sind jetzt von den Seen, wo manche Menschen sogar ganzj\u00e4hrig baden und schwimmen, verbannt. Auf den wenige Meter entfernten H\u00f6henwegen d\u00fcrfen sie weiterhin mitgef\u00fchrt werden (<a href=\"https:\/\/www.berlin.de\/ba-steglitz-zehlendorf\/politik-und-verwaltung\/bezirksamt\/christa-markl-vieto\/aktuelle-themen\/artikel.253283.php#ma\">s. Pressemitteilung<\/a>). Neben den Bedu\u0308rfnissen vieler Zehlendorfer\/innen und Menschen aus anderen Stadtteilen Berlins, hundefrei zu baden, mit Kindern zu spielen, sich zu erholen, Picknick zu machen, Sport zu treiben oder einfach nur spazieren zu gehen, gibt es auch Gru\u0308nde des Wasserschutzes und des Naturschutzes fu\u0308r diese l\u00e4ngst u\u0308berf\u00e4llige Neuregelung. Der Dialog mit der Lobby der Hundehalter\/innen ist jedoch schwierig. Etliche scheinen den Hund als Teil ihrer eigenen Person zu empfinden und k\u00f6nnen oder wollen die Bedu\u0308rfnisse von Nicht-Hundehalter\/innen nicht wahrnehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Badende und andere Erholungsuchende genie\u00dfen dank der Neuregelung die Seen in dieser einzigartigen Landschaft in vollen Zu\u0308gen. An der Waldseite sieht man wieder badende Kinder, es gibt kein Hundegebell mehr, Singv\u00f6gel sind wieder zu h\u00f6ren, Wasserv\u00f6gel k\u00f6nnen sich freier bewegen und auch andere Wildtiere werden nicht von Hunden gest\u00f6rt und k\u00f6nnen beobachtet werden. Die Uferbereiche werden nicht mehr zerwu\u0308hlt und aufgegraben; es gibt kaum noch Hundekot.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur geplanten Evaluierung der Neuregelung mit Bu\u0308rgerbeteiligung Ende 2016 wollen wir gerne unseren Beitrag leisten. Trotz kontinuierlicher <a href=\"https:\/\/www.berlin.de\/ba-steglitz-zehlendorf\/aktuelles\/pressemitteilungen\/2015\/pressemitteilung.330898\">\u00dcbermalung und Zerst\u00f6rung der Schilder und Ampeln<\/a>, wird das Verbot der Mitnahme von Hunden \u00fcberwiegend akzeptiert, weil eine bisher schweigende Mehrheit die Neuregelung begr\u00fc\u00dft und die soziale Kontrolle u\u0308berraschend gut funktioniert. Hundehalter\/innen, die die Regeln missachten und sich sozial unerwu\u0308nscht verhalten, werden angesprochen, das Ordnungsamt oder die Polizei werden gerufen, wobei sogar eigens eine gesonderte Polizeistreife eingerichtet wurde. Kinder aus der Nachbarschaft der Seen tauften sie \u201eStrandpolizei\u201c.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: left;\">Unser Thema (2): Parks, die von kleinen und gro\u00dfen Menschen genutzt werden k\u00f6nnen und nicht als Hundeauslaufgebiete missbraucht werden<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Verantwortung fu\u0308r die artgerechte Haltung und Erziehung von Tieren liegt bei den jeweiligen Halter\/innen. Niemand kann in einer Gro\u00dfstadt erwarten, den Hund vor der Haustu\u0308r frei laufen lassen zu k\u00f6nnen, ein Bad nehmen zu lassen oder den Hundekot nicht aufsammeln zu m\u00fcssen. Hundehaltung gerne und zur Freude aller Beteiligten \u2013 aber eben aller Beteiligten, und das hei\u00dft, unter Einhaltung der vereinbarten Regeln. Die Regeln des <a href=\"https:\/\/www.berlin.de\/sen\/verbraucherschutz\/aufgaben\/tierschutz\/hundehaltung\/berliner-hundegesetz-267536.php\">geltenden Hundegesetzes<\/a> werden in Berlin ganz \u00fcberwiegend missachtet, wie beispielhaft die Vorg\u00e4nge am <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/debatte-nach-schuss-in-berlin-humboldthain-leinenpflicht-ist-vielen-hundehaltern-egal\/12186430.html\">Boxhagener Platz<\/a> in Friedrichshain und eine Statistik zu rechtswidrig unangeleinten Hunden im\u00a0<a href=\"http:\/\/bello-ade-in-park-und-see.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Unangeleinte-Hunde-im-Fischtalpark.pdf\">Fischtalpark<\/a> zeigen. Neuregelungen k\u00f6nnen nur funktionieren, wenn sie eindeutig sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eines ist klar: Wo Hunde frei laufen, spielen keine Kinder, und Picknick macht auch niemand. Und noch etwas ist klar: Der Kot von freilaufenden Hunden wird selten entsorgt. Die Bev\u00f6lkerungszahl Berlins nimmt gegenw\u00e4rtig stark zu und f\u00fchrt zu einer weiteren Verdichtung der Stadt. Gerade deshalb ist ein besonderes Augenmerk darauf zu richten, dass der \u00f6ffentliche Raum vorrangig den Menschen zur Verf\u00fcgung steht. D.h., keine freilaufenden Hunde in Parks und Gru\u0308nanlagen, kein Hundekot im \u00f6ffentlichen Raum! Wie eine Umfrage des Tagesspiegels zeigt, gibt es in der Bev\u00f6lkerung erheblichen Unmut \u00fcber die gegenw\u00e4rtigen Zust\u00e4nde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/bello-ade-in-park-und-see.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/leinenpflicht.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-157\" src=\"http:\/\/bello-ade-in-park-und-see.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/leinenpflicht-256x300.jpg\" alt=\"leinenpflicht\" width=\"300\" height=\"352\" srcset=\"https:\/\/bello-ade-in-park-und-see.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/leinenpflicht-256x300.jpg 256w, https:\/\/bello-ade-in-park-und-see.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/leinenpflicht.jpg 395w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/debatte-nach-schuss-in-berlin-humboldthain-leinenpflicht-ist-vielen-hundehaltern-egal\/12186430.html\">Tagesspiegel-online<\/a>, 15.8.2015, Abruf: 11.10.2015.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die vorgesehene <strong>Rechts- und Sachkundepr\u00fcfung<\/strong> (\u201eHundef\u00fchrerschein\u201c, \u00a7 6f.) wird von uns als sehr positiv bewertet. Die F\u00fchrerscheinpflicht sollte jedoch nicht nur \u2013 wie geplant \u2013 f\u00fcr die Eigent\u00fcmerinnen der Hunde vorgesehen werden, sondern <strong>jeder Hundef\u00fchrer und jede Hundef\u00fchrerin sollte dar\u00fcber verf\u00fcgen m\u00fcssen<\/strong>. G\u00e4nzlich inakzeptabel ist die vorgesehene Regelung, dass Menschen, die nachweisen, dass sie in den letzten Jahren einen Hund hatten, von der F\u00fchrerscheinpflicht ausgenommen werden. Die <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/weltspiegel\/sonntag\/hundeexpertin-kate-kitchenham-keiner-liest-menschen-so-gut-wie-der-hund\/12071700.html\">Hundeexpertin Kate Kitchenham<\/a> berichtet, dass 50% der Hunde schlecht erzogen sind und pl\u00e4diert aus diesem Grund f\u00fcr einen verpflichtenden Hundef\u00fchrerschein. Des \u00d6fteren auch sieht man Kinder einen Hund ausf\u00fchren, wobei Kinder rein k\u00f6rperlich gar nicht in der Lage sind, Hunde ab einer gewissen Gr\u00f6\u00dfe im Zweifel festzuhalten. Bereits das geltende Hundegesetz verlangt, dass diejenigen, die einen Hund ausf\u00fchren, \u201e die Gew\u00e4hr daf\u00fcr bieten\u201c m\u00fcssen, \u201edass Menschen, Tiere oder Sachen durch den Hund nicht gef\u00e4hrdet werden\u201c. <strong>F\u00fcr den Hundef\u00fchrerschein sollte daher ein Mindestalter vorgesehen werden.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch die geplante <strong>T\u00fctenpflicht<\/strong> (Art. II) und die <strong>Begrenzung der Zahl der Hunde, die eine Person gleichzeitig ausf\u00fchren darf<\/strong> (\u00a7 26), werden von uns begr\u00fc\u00dft. Letzteres sollte \u2013 anders als in \u00a7 27 vorgesehen \u2013 <strong>auch f\u00fcr Dogwalker\/innen gelten<\/strong>, denn auch diese verf\u00fcgen nur \u00fcber eine begrenzte K\u00f6rperkraft. Ebenfalls begr\u00fc\u00dfen wir die <strong>Registrierung<\/strong> aller Hunde (\u00a7 11 und 13). Wir votieren jedoch f\u00fcr eine <strong>Miterfassung der DNS<\/strong> zwecks Identifizierung gef\u00e4hrlicher Hunde u\u0308ber die Rasse und\/oder gef\u00e4hrdendes Verhalten. Damit w\u00e4re ebenfalls die M\u00f6glichkeit gegeben, liegengelassenen Hundekot zuordnen zu k\u00f6nnen. Einige US-amerikanische St\u00e4dte und Neapel verfahren bereits so, und in einigen deutschen Kommunen wird die Einf\u00fchrung diskutiert. Selbst Hundehalter\/innen begr\u00fc\u00dften eine derartige Ma\u00dfnahme, schreibt die <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/2015-06\/hundekot-dna-analyse\">Zeit<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zus\u00e4tzlich fordern wir im Sinne des \u00f6ffentlichen Gesundheitsschutzes eine <strong>Meldepflicht fu\u0308r \u00c4rzte und \u00c4rztinnen bei Hundesbissverletzungen<\/strong>. Die meisten <a href=\"http:\/\/www.aerzteblatt.de\/pdf.asp?id=171000\">Hundebisse<\/a> finden im Nahumfeld statt und werden bei der Polizei und\/oder dem Gesundheitsamt nur selten angezeigt. Eine Meldepflicht k\u00f6nnte weitere Bissverletzungen, von denen h\u00e4ufig auch Kinder betroffen sind, verhindern. Zudem werden viele Verletzungen durch Hunde heute nicht angezeigt, weil die Identit\u00e4t des\/der Verantwortlichen nicht zu ermitteln ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Insgesamt sollte das Gesetz entschiedener \u00fcber das Ziel der Gefahrenabwehr hinausgehen. Es sollte ebenfalls den Beeintr\u00e4chtigungen im \u00f6ffentlichen Raum entgegenwirken. Der Bewegungsraum von Menschen, die zu Fu\u00df gehen, Radfahren, \u00f6ffentliche Verkehrsmittel benutzen etc., wird von Hunden durch Anspringen, Anlecken, Beschnu\u0308ffeln oder einfach im Weg stehen eingeengt. Dar\u00fcber hinaus empfinden manche Menschen Hunde als ekelerregend oder haben Angst vor Hunden und m\u00f6chten jedwede N\u00e4he zu Hunden vermeiden. Beides sollte im \u00f6ffentlichen Bewusstsein ankommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die geplante <strong>Anleinpflicht<\/strong> (\u00a7 28) mit max. 2 m Leinenl\u00e4nge au\u00dferhalb privater Wohnr\u00e4ume und G\u00e4rten ist absolut richtig, aber \u2013 abgesehen von ausgewiesenen Auslaufgebieten und Blinden-, Behindertenbegleit- und Diensthunden \u2013 <strong>muss sie ohne Ausnahmen gelten<\/strong>. Die vorgesehenen gro\u00dfz\u00fcgigen Ausnahmen f\u00fcr alle, die einen Hundef\u00fchrerschein besitzen oder drei Jahre einen Hund hatten, w\u00fcrden dazu f\u00fchren, dass z.B. Radwege weiterhin \u201eHundewege\u201c sind und Menschen, die den Kontakt mit Hunden vermeiden wollen, st\u00e4ndig die Stra\u00dfenseite wechseln m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da wir weder Ordnungsamt noch Polizei fu\u0308r diese Zwecke aufstocken wollen oder k\u00f6nnen, muss die soziale Kontrolle funktionieren. (Die Neuregelung sieht eine Aufstockung der Ordnungs\u00e4mter lediglich f\u00fcr administrative Aufgaben vor.) Die vorgesehenen Ausnahmen von der Anleinpflicht f\u00fchren den Nachweis der Sach- und Rechtskunde ad absurdum: Eine soziale Kontrolle ist nicht m\u00f6glich. Gleiches gilt f\u00fcr die geplante, v\u00f6llig unverst\u00e4ndliche Befreiungsm\u00f6glichkeit von der Leinenpflicht f\u00fcr Hunde gef\u00e4hrlicher Rassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kontrollen durch die (unterbesetzten) Ordnungs\u00e4mter sind nicht effektiv, wie die letzten Jahre gezeigt haben. Selbst die <strong>Hundesteuer<\/strong> wird f\u00fcr mehr als die H\u00e4lfte der Berliner Hunde <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/andere-meinung\/hund-und-herrchen-in-berlin-bello-dialog-was-bringen-neue-regelungen-ohne-kontrollen\/7801104.html\">nicht eingefordert<\/a>. Dabei w\u00e4re das Abf\u00fchren der Hundesteuer leicht zu kontrollieren, muss die Steuermarke doch am Halsband sichtbar befestigt sein. Die Stadt l\u00e4sst sich allj\u00e4hrlich ca. 19 Mio. Euro an Steuereinnahmen entgehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gleichzeitig verursacht das Entfernen der <a href=\"http:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/article128368118\/Berliner-Aemter-sind-machtlos-gegen-Hundekot.html\">t\u00e4glich 55 Tonnen Hundekot <\/a>von Berliner Stra\u00dfen erhebliche Kosten. Dar\u00fcber hinaus schlagen die Entsorgungskosten f\u00fcr den ordnungsgem\u00e4\u00df in Papierk\u00f6rben hinterlegten Kot sowie die von den Bezirks\u00e4mtern durchzuf\u00fchrende Kotbeseitigung in \u00f6ffentlichen Gr\u00fcnanlagen zu Buche. Allein am <a href=\"http:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/article104364249\/Hundehalter-am-Grunewaldsee-ignorieren-Naturschutz.html\">Grunewaldsee<\/a> fallen pro Jahr 80 Tonnen Hundekot an\u00a0 Hinzu kommen dort 500.000 Liter Hunde-Urin. \u201eUrin t\u00f6tet B\u00e4ume\u201c, wird der Revierf\u00f6rster in der Morgenpost zitiert. F\u00fcr die Neuanpflanzungen \u2013 nicht zuletzt auch von Stra\u00dfenb\u00e4umen \u2013 sind erhebliche Mittel n\u00f6tig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ermahnungen reichen nicht: <strong>Bu\u00dfgelder<\/strong> mu\u0308ssen sein und sie mu\u0308ssen wehtun. <strong>Die Mindesth\u00f6he sollte bei 100,- \u20ac liegen und im Gesetz verankert werden.<\/strong> (Die Gemeinde Biesenthal\/Brandenburg nimmt bei Hundekot 500,- \u20ac.) Die bisherige Kann-Bestimmung zur Erhebung von Bu\u00dfgeldern sollte in eine Muss-Bestimmung umgewandelt werden. D.h., wenn Mitarbeiter\/innen des Ordnungsamtes oder der Polizei t\u00e4tig werden, <em>m\u00fcssen<\/em> sie \u2013 anders als bisher \u2013 ein Bu\u00dfgeld erheben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Besonders wichtig ist, dass ein Passus in das Hundegesetz eingef\u00fcgt wird, der die <strong>Bezirke erm\u00e4chtigt, Areale mit Mitnahmeverboten fu\u0308r Hunde zu deklarieren<\/strong>, so wie u.a. in Friedrichshain-Kreuzberg am Boxhagener Platz, dem Britzer Garten und den G\u00e4rten der Welt in Marzahn. Schon jetzt gelten aus hygienischen Gru\u0308nden und zum Schutz des Erholungsbedu\u0308rfnisses von Menschen Mitnahmeverbote fu\u0308r Spielpl\u00e4tze, Liegewiesen und Badestellen, die aber leider h\u00e4ufig nicht beachtet werden. Nur in Schwimmb\u00e4dern, dem Zoologischen Garten, Bibliotheken, Lebensmittelgesch\u00e4ften, Kirchen, Konzerts\u00e4len, Krankenh\u00e4usern und auf Friedh\u00f6fen scheint es zu funktionieren. Bislang k\u00f6nnen die Bezirke nur f\u00fcr gesch\u00fctzte Gr\u00fcnanlagen Mitnahmeverbote aussprechen; diese m\u00fcssen auch f\u00fcr andere \u00f6ffentliche Bereiche m\u00f6glich sein. Wir denken insbesondere an Areale, wo sich viele Menschen aufhalten, Kinder spielen oder Ruhe und damit Schutz von Hundegebell erw\u00fcnscht ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der wachsenden Bev\u00f6lkerungszahl wird auch die Zahl der Hunde zunehmen und mehr Menschen und mehr Hunde werden um den \u00f6ffentlichen Raum konkurrieren. Eine <strong>Begrenzung der Zahl der Hunde<\/strong> erscheint uns daher notwendig. Unseres Erachtens ist sie schon heute zu hoch und deshalb schlagen wir vor, eine Genehmigungspflicht f\u00fcr die Neuanschaffung eines Hundes einzuf\u00fchren und dabei insbesondere die Anschaffung von gr\u00f6\u00dferen Hunden zu begrenzen. Das Genehmigungsverfahren k\u00f6nnte mit der Registrierung und der Steuerpflicht verbunden werden.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: left;\">Unser Thema (3): W\u00e4lder und Seen, die Erholungsm\u00f6glichkeiten fu\u0308r Klein und Gro\u00df bieten, und gleichzeitig fu\u0308r Landschaftsschutz, Schutz von Wildtieren, Pflanzen, Wald und Wasser<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die im obigen Abschnitt vorgetragenen \u00c4nderungsw\u00fcnsche zum Entwurf des neuen Hundegesetzes gelten sinngem\u00e4\u00df auch f\u00fcr W\u00e4lder und Seen: Keine Verschmutzung durch Hunde, kein Hundeverbiss in Schonungen, keine gehetzten, verletzten und get\u00f6teten Wildtiere! Und: Auch in W\u00e4ldern und an Seen haben Menschen Vorrang vor Hunden!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dar\u00fcber hinaus sind dringend langfristige und nachhaltige Ma\u00dfnahmen zum Erhalt und zur Pflege der gesamten Landschaft \u201eGrunewaldseenkette\u201c notwendig. Die stadtnahe und gut erreichbare Lage macht das Gebiet fu\u0308r viele Menschen attraktiv. Die starke Nutzung in den Sommerwochen und an sch\u00f6nen Winterwochenenden erfordert ein vernu\u0308nftiges Mu\u0308ll- und Toilettenkonzept. Dar\u00fcber hinaus ist eine <strong>Verkleinerung des riesigen Hundeauslaufgebietes \u201eGrunewald\u201c<\/strong> zum Schutz des Lebensraums von Pflanzen und Wildtieren angezeigt. Auch muss der <strong>Grunewaldsee<\/strong> endlich wieder Badesee fu\u0308r Menschen werden. W\u00fcnschenswert w\u00e4re die Einrichtung eines Kultur- und Naturzentrums, um den Wert dieser einzigartigen Landschaft zu verdeutlichen, die Wertsch\u00e4tzung zu erh\u00f6hen und in dem sich engagierte B\u00fcrger\/innen und politisch Verantwortliche gemeinsam f\u00fcr eine verbesserte Pflege der Natur engagieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Zusammenfassung<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das neue Hundegesetz sollte nicht nur auf die Bed\u00fcrfnisse von Hundehalter\/innen und die Gefahrenabwehr ausgerichtet sein, sondern auch die Bed\u00fcrfnisse von Menschen ohne das Hobby \u201eHund\u201c ber\u00fccksichtigen. Das Ziel einer Reform des bestehenden Gesetzes sollte nicht nur, wie in \u00a7 1 des Gesetzentwurfs formuliert, der Schutz der \u00f6ffentlichen Sicherheit sein, sondern auch der Schutz des Bewegungsraums von Menschen vor Beeintr\u00e4chtigungen durch Hunde. Kinder wollen und sollen spielen, nicht nur auf eingez\u00e4unten Spielpl\u00e4tzen, sondern auch auf B\u00fcrgersteigen, \u00f6ffentlichen Pl\u00e4tzen und in den Parks; alte Menschen wollen spazieren gehen, andere Radfahren oder Joggen und die Allermeisten einfach nur B\u00fcrgersteige, Parks und \u00f6ffentliche Verkehrsmittel unbehelligt benutzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Stand: 14.10.2015<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>PDF-Version Im Juni 2015 hat der Senat von Berlin den Entwurf eines neuen Hundegesetzes vorgelegt. Es ist ausschlie\u00dflich auf die Gefahrenabwehr ausgerichtet, r\u00e4umt ansonsten den Hundehalter\/innen weitgehende Rechte ein und ignoriert die Bed\u00fcrfnisse von Menschen, die nicht st\u00e4ndig und \u00fcberall &hellip; <a href=\"https:\/\/bello-ade-in-park-und-see.de\/index.php\/hundegesetz\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"full-width-page.php","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-43","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bello-ade-in-park-und-see.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/43","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bello-ade-in-park-und-see.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/bello-ade-in-park-und-see.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bello-ade-in-park-und-see.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bello-ade-in-park-und-see.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=43"}],"version-history":[{"count":55,"href":"https:\/\/bello-ade-in-park-und-see.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/43\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":523,"href":"https:\/\/bello-ade-in-park-und-see.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/43\/revisions\/523"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bello-ade-in-park-und-see.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=43"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}